Präzision trifft Sicherheit: mayr® Antriebstechnik auf der Automotive Testing Expo 2026
Die Prüfstandstechnik für automobile
Antriebe erlebt einen grundlegenden Wandel. Der Siegeszug der E-Mobilität
verändert Prüfroutinen, Drehzahlprofile und Anforderungsbilder tiefgreifend.
Was dabei unveränderlich bleibt: Präzision, Zuverlässigkeit und
Prozesssicherheit sind in der Messtechnik unabdingbar. Auf der Automotive
Testing Expo 2026 in Stuttgart präsentiert mayr® Antriebstechnik
sein aufeinander abgestimmtes Portfolio für die Prüfstandstechnik – von der
Leichtbaukupplung ROBA® DS Type 9120 über bewährte
Sicherheitsbremsen bis hin zu intelligenten Überwachungslösungen.
Wellenausgleichskupplungen
sind ein essenzieller Bestandteil in Prüfständen. Basierend auf der bewährten
ROBA® DS Stahllamellenkupplung hat mayr® Antriebstechnik
mit der ROBA® DS Type 9120 eine gewichtsoptimierte Variante aus
Aluminium im Angebot. Im Vergleich zur Stahlausführung ist der Außendurchmesser
um bis zu 10 mm reduziert, Masse und Massenträgheitsmoment liegen je nach
Bauform und Größe bei 40 % bis 60 % der Stahlausführung – bei unveränderter
Leistungsdichte.
In
die Entwicklung sind umfassende Erkenntnisse aus vielen Jahren in der
Prüfstandtechnik eingeflossen, wo bislang hohe Drehzahlbereiche die Regel
waren. Daher ist die ROBA® DS 9120 auch für Drehzahlen bis 32.000
min⁻¹ geeignet. Dank
Leichtbau, geringer Massenträgheit und hoher Leistungsdichte bietet die
Aluminiumkupplung messbare Vorteile. Die Balance zwischen Steifigkeit und
Elastizität sorgt für möglichst geringe Rückstellkräfte auf das System. Eine
Wuchtgüte von G 2,5 bei 5.000 min⁻¹ sorgt für die nötige
Laufruhe und vibrationsarmen Betrieb – eine entscheidende Grundlage für hohe
Messgenauigkeit in allen Drehzahlbereichen.
Standardmäßig
weist die Kupplung die Fertigungstoleranz IT6 auf. Eine vernickelte Oberfläche,
Lamellenpakete aus rostfreiem Edelstahl und galvanisierte Verbindungsschrauben
bieten umfassenden Korrosionsschutz. Für reproduzierbare Messergebnisse sorgen
spielfreie Wellenanbindungen über Spannringnaben oder Schrumpfscheibennaben.
Die Kupplung ist serienmäßig kompatibel mit allen gängigen
Drehmomentaufnehmern.
Dank
des modularen Baukastensystems lässt sich die ROBA® DS 9120 flexibel
aus verschiedenen Anbindungsvarianten und Modulen zusammenstellen, von
Hochleistungsprüfständen in Forschung und Entwicklung bis zur Serienprüfung.
Sicherheitsbremsen für Prüfstände: Zuverlässiger Schutz für Menschen und Material
Neben der Kupplungstechnik
präsentiert mayr® Antriebstechnik auf der Automotive Testing Expo
auch sein breites Portfolio an Sicherheitsbremsen für Prüfstandsanwendungen.
Prüfstände für automobile Antriebe umfassen häufig vertikale Achsen und lineare
Bewegungen, die zuverlässig abgesichert sein müssen, sei es im laufenden
Prüfbetrieb, bei Wartungsarbeiten oder im Fehlerfall.
Die ROBA® guidestop®
Profilschienenbremse beispielsweise wirkt direkt auf die bewegten Massen der
Vertikalachsen und klemmt diese spielfrei und mit hoher Steifigkeit in
Position. Sie ist in hydraulischer, pneumatischer und elektromagnetischer
Ausführung erhältlich und für alle gängigen Linearführungen verfügbar. Die ROBA®
linearstop Kolbenstangenbremse sichert lineare Bewegungen auf Rundstangen
ab. Sie ist eine Sicherheitsbremse nach dem Fail-Safe-Prinzip, ist also im
energielosen Zustand geschlossen, und ist für dynamische Notbremsungen
ausgelegt. Die Baureihe umfasst sechs Baugrößen mit Kräften von 70 bis 17.000
N.
Mit der ROBA-stop M®
Baureihe steht zudem eine robuste Motorbremse für kompakten Schutz direkt am
Antriebsmotor zur Verfügung. Als Haltebremse klemmt sie zuverlässig und hält
die Anlage in Position, als Arbeitsbremse bringt sie die Last innerhalb
kürzester Zeit zum Stillstand.
Die Bremse spricht: Smarte Module für
intelligentes Monitoring
Konstante, aussagekräftige
Datenströme sind aus modernen Prüfumgebungen nicht mehr wegzudenken. Das Modul ROBA®
brake-checker® überwacht Sicherheitsbremsen sensorlos und versorgt
sie gleichzeitig mit Energie. Es erkennt durch eine erweiterte Analyse von
Strom und Spannung den Schaltzustand der Bremse und gibt eine Warnung aus,
bevor die Bremse im aktuellen Betriebszustand nicht mehr lüften kann. Dadurch
wird eine planbare Wartung erleichtert und kritische Randbedingungen wie zu
niedrige Versorgungsspannung, falsch dimensionierte Zuleitung sowie erhöhte
Spulentemperatur und vergrößerter Luftspalt können vom Anwender gezielt
untersucht werden.
In Kombination mit dem Modul
ROBA® gateway wird die Lösung netzwerkfähig: Die Bremsdaten lassen
sich per Ethernet-Anschluss dauerhaft auslesen und über ein Dashboard visuell
darstellen. Auffälligkeiten im Prüfprozess sind frühzeitig erkennbar, Wartung
wird planbar, und Stillstandzeiten lassen sich gezielt minimieren. Die
Integration in Fernwartungssysteme ist ebenfalls möglich.
mayr® Antriebstechnik auf
der Automotive Testing Expo 2026 in Stuttgart:


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